Neubau Talbrücke Bergen

Die neue, beinahe doppelt so breite Brücke ist zur Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Bauzeit in Form zweier Teilbauwerke konzipiert. Dazu wurde zunächst von Mai 2010 bis März 2012 das neue 1. Teilbauwerk Richtung Rosenheim neben der alten Brücke erstellt, während auf der Alten der Autobahnverkehr weiterhin abgewickelt wurde. Die Gründung der neuen Widerlager und Pfeiler erfolgte über bis zu 17 m lange Großbohrpfähle mit einem Durchmesser von 1,50 m in den überwiegend tiefliegenden Tonstein. Lediglich ein Pfeiler und ein Widerlager des 2. Teilbauwerks Richtung Salzburg konnten flach auf dem hoch anstehenden Fels gegründet werden. Die Überbauten der neuen 364 m langen Brücke wurden im Taktschiebeverfahren hergestellt. Zum Schutz eines Biotops wurde das Hauptfeld mit einer Stützweite von 80 m ausgeführt, dazu war eine Zwischenunterstützung des 65 m langen Vorbauschnabels mittels bauzeitlicher Hilfsstütze erforderlich. Der 4,50 m hohe Überbau wurde in Taktlängen bis zu 30,5 m in der Fertigungsanlage (Taktkeller) hinter dem Widerlager Salzburg hergestellt. Dabei wurde jeweils zuerst der Trog betoniert und anschließend die beidseits auskragende Fahrbahnplatte.

Das Verschieben des nach 14 Takten rund 16.000 Tonnen schweren Überbaus erfolgte mittels Hydro-Taktschiebe-Anlage vom höheren Widerlager Salzburg zum niedrigeren Widerlager Salzburg Rosenheim mit einem Gefälle von 4,4 Prozent.

Bauwerksdaten:

Gesamtlänge:            364,00 m
Statisches System:    6-Feld-Träger
Stützweiten:               45,00 m/60,00 m /80,00 m/65,00 m /60,00 m /54,00 m
Brückenfläche:           14.014 m²

Bauverfahren:            Taktschieben mit Hilfspfeiler im längsten Feld
Bauzeit:                      2010 – 2014

 

Schlecht 2
83377 Vachendorf
Deutschland
47° 49' 45.336" N, 12° 36' 4.572" E
Bauherr: 
Freistaat Bayern vertr. d. Autobahndirektion Südbayern, München
Daten: 
Unsere Leistungen:
Tragwerksplanung
Objektplanung
Team: 
Dr. Michael Schieder, Dipl.-Ing. (FH) Thomas Schiffel-Haupt, Dipl.-Ing. Alexander Simet, Gregor Blank, Anke Krug, Jochen Lehnert